/ Martin Grunenwald (BSG Berliner Sparkasse)

Herausforderung "große 3" mit dem Audax Club SH

Elb-Panorama. Herrlich!

Beginnende Morgenröte über der Elbe. Herrlich!

Wenn das Absolvieren eines Marathons zum Standardrepertoire gehört, dann ist die große 3 die nächste Herausforderung. Der Audax Club Schleswig Holstein bietet seit Jahren das Zeitfahren Hamburg - Berlin am 2. Oktoberwochenende für maximal 300 Starter an (278 km in der Version von 2018). Bis nach Hause verlängert, ist das Knacken der 300-km-Marke für die meisten sicher drin. Und was spricht dagegen, das Ganze in der RTF-armen Sommerzeit selbstorganisiert mit Minimalgepäck anzugehen? Die Strecke ist toll, die Bahnverbindung Berlin-Hamburg gibt’s oft, ein herrlicher Tag auf dem Rad ist das lohnende Ziel. Und wenn es mal nicht ganz so gut laufen sollte, ist die Strecke dennoch absolvierbar, wie der folgende Bericht zeigt. Man kann natürlich auch zwischendurch in die Bahn einsteigen….

Prolog 01.01. - 12.10.2018

Eurocity Kiel (EC 378), Wagen 257

Eurocity Kiel (EC 378), Wagen 257
  • 15. Januar
    Saisonplanung: Sascha und Martin mögen es lang und erheben Spreewaldmarathon und HH-B in den Rang „gemeinsames Saison Highlight“.
  • 13. August
    Onlineanmeldung um 0:01 Uhr, in den folgenden Tagen Bahnreservierung (ca. 60 € mit Sitzplatz und Radkarte) und Hotel (ca. 50 €).
  • 12. Oktober
    17:42 Uhr HBF unten Gleis 8, Eurocity Kiel (EC 378), Wagen 257: Treffen der Berliner Zeitfahrcommunity
    19:10 Uhr Ankunft Hamburg-Bergedorf, auf „Zum alten Bahnhof“
    19:30 Uhr Abendessen, die 2-Mann BSG-Delegation ist im Anschluss satt, müde, voller Vorfreude

Zeitfahren Hamburg-Berlin 13.10.2018

Sonne, 23 Grad, Wind, Tragik und Glück hier nachlesbar beim Klicken auf die Sternchen

12.10.2018, ca. 19:10 Uhr Ankunft Hamburg-Bergedorf „Zum alten Bahnhof“ Schuhe aus. Das tut gut. Beobachte andere, wie sie vorbeiziehen. Das Leben ist schön. Schnelles Auftanken Rhinow. Großtreffpunkt der HH-B Fahrerinnen und Fahrer.
Windräder. Knapp 250 km im permanenten Gegenwind. Hier nochmal ganz stramm Fühle mich irgendwie,...naja. Beschließe den Tag nun so zu nehmen wie er eben ist und das langsame Fahren zu genießen Wassersportheim Gatow: Erst mal ne Wurst, dann noch nach Hause. War trotz der Qual ein super Tag draußen in der Sonne auf dem Rad

Epilog 14.10.2018

Sonntag, 14.10.2018: Saisonabschluss-RTF „Jenseits der Havel“ vom RSV Spandau mit der ganzen BSG. Nochmal schönes Wetter. Beine, Hintern alles völlig ohne Spuren von gestern. Kein Wunder bei dem Gekrieche, dafür aber Halsschmerzen! Beende meine Saison 30 km vor dem Ziel, lasse mich aus der Gruppe fallen und fahre ganz gemütlich den Rest. Zu Hause angekommen zeigt der Garmin nochmal 150 km. Etwas später Fieber, Hals komplett entzündet. Passt schon, dass die Saison jetzt vorbei ist.


Mein Fahrtenbuch vom 13.10.2018

12.10.2018, ca. 19:10 Uhr Ankunft Hamburg-Bergedorf "Zum alten Bahnhof"
  • km 0 - 6:32 Uhr: Start Clausen's Vierländer Landhaus, Curslacker Heerweg 2 a, 21039 Hamburg
  • km 5 - Schwarze Nacht. Wenige rote Punkte vor mir. Ich hole auf.
  • km 10 - Elbbrücke Geesthacht
  • km 14 - Beginnende Morgenröte… über der Elbe. Herrlich! Kann mich aber nicht überwinden ein Foto zu machen.
  • km 27 - Es rollt. 5 Mädels am Hinterrad, 30-35km/h es rollt so wie geplant.
Beginnende Morgenröte über der Elbe. Herrlich!
Beginnende Morgenröte über der Elbe. Herrlich!
  • km 48 - Oh je! Beine machen zu, obwohl ich zügig, aber lange nicht am Limit fahre. Muss die Gruppe ziehen lassen.
  • km 66 - Rien ne va plus. Fühle mich irgendwie,...naja. Muss weiterhin rausnehmen. Hoffe drauf mich zu erholen.
  • km 75 - Hitzacker: Erinnerungen an die BSG-Viertagesfahrt 2017
  • km 83 - Sascha, 10 min später gestartet, holt mich ein
  • km 95 - Elbbrücke Dömitz
Fühle mich irgendwie,...naja. Beschließe den Tag nun so zu nehmen wie er eben ist und das langsame Fahren zu genießen
  • km 97 - (einzige) Kontrolle in Dömitz
  • km 107 - Gegenwind beginnt. Der vorhergesagte Gegenwind beginnt. Lasse Sascha ziehen, null Power
  • km 122 - Es wird hart. Puls im Keller. Nix zu machen. Noch bis Wittenberge, dann ab in den Zug.
  • km 130 - Verzweiflung. Furchtbares Gegurke. Komme nicht voran, zum Verzweifeln. Will nicht aufhören und quäle mich, um bis Wittenberge zu kommen.
  • km 138 - Pause Wittenberge. Frust, endlich Pause, erstmal Flaschen füllen.
  • km 142 - Wittenberge: Gebe nicht auf! Herrliche Sonne. Will nicht in den Zug. So viel Training und Vorbereitung, da will ich was haben vom Tag. Bis Havelberg wirds schon noch reichen.
Schnelles Auftanken Rhinow. Großtreffpunkt der HH-B Fahrerinnen und Fahrer.
  • km 160 - Gute Tat. Helfe einen Fahrer, der bereits seinen dritten Platten hat.
  • km 175 - Havelberg. Was solls. Erholung kommt nicht. 23 Grad, Sonne, schöne Strecke und eigentlich machts trotz alledem Spaß. Beschließe den Tag nun so zu nehmen wie er eben ist und das langsame Fahren zu genießen. Kann ja fast jederzeit in den Zug, wenns nötig sein sollte. Also weiter nach Rhinow.
  • km 200 - Schnelles Auftanken in Rhinow. Flaschen auffüllen und schnell weiter. Hab zwar keine Kraft, aber bin dafür gar nicht müde. Großtreffpunkt der HH-B Fahrerinnen und Fahrer.
Schuhe aus. Das tut gut. Beobachte andere, wie sie vorbeiziehen. Das Leben ist schön.
  • km 210 - Zwischenfazit: Guter Start, dann tote Hose, warm aber sehr gegenwindig. Null Power und trotzden bis hierher gekommen. Wer hätte das heute früh am Start gedacht.
  • km 218 - Friesack. Weiter nach Nauen. Werde es wie bisher schon schaffen.
  • km 223 - Randonneurleben. Ein herrlicher Tag. Fahre seit km 110 allein und mein Rhythmus.
  • km 228 - Erste längere Pause. Schuhe aus. Das tut gut. Beobachte andere, wie sie vorbeiziehen. Das Leben ist schön.
Windräder. Knapp 250 km im permanenten Gegenwind. Hier nochmal ganz stramm
  • km 245 - Nauen ist erreicht. Das ist so gut wie Berlin. Ich werde mich doch jetzt nicht mehr in den Zug setzen.
  • km 250 - Windräder. Knapp 250 km im permanenten Gegenwind. Hier nochmal ganz stramm.
  • km 257 - Outletcenter. Wo gehts hier weiter? Nie wieder an der B5 entlang.
  • km 270 - Autos satt. Zum Abschluss noch im vollen Autoverkehr fahren.
Wassersportheim Gatow: Erst mal ne Wurst, dann noch nach Hause. War trotz der Qual ein super Tag draußen in der Sonne auf dem Rad
  • km 278 - Fazit im Ziel. Wassersportheim Gatow: Erst mal ne Wurst, dann noch nach Hause. Wer hätte das gedacht. 11,5 h langsam, geht aber OK. Sascha hat 9:45 h gebraucht, das war auch mein eigentlich machbares Ziel. War trotz alledem ein super Tag draußen in der Sonne auf dem Rad. Herrliche Gegenden, hübsche Dörfer, dann dieser fantastische Sonnenaufgang über der Elbe.

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