BRV-Präsident

Thomas Ehlebracht, BRV-Präsident


Zur Person
Name: Thomas Ehlebracht
Geb: 03.10.1958
Alter: 60 Jahre
Beruf: Kaufmann/Geschäftsführer

6 Fragen an Thomas Ehlebracht

Sich im ersten Schritt auf das Machbare konzentrieren

Thomas Ehlebracht, Sie sind zum Präsidenten des BRV gewählt worden. Wie werden die ersten Schritte Ihrer Arbeit aussehen?
Nach vielen Gesprächen in den letzten Wochen werden wir jetzt schnell eine Bestandsaufnahme machen. Die wesentliche Frage wird sein: wo stehen wir in den von mir formulierten Themen: Organisation, Kommunikation, Qualifikation und Motivation. Was sich hinter den einzelnen Begriffen mit Blick auf unseren Verband verbirgt habe ich im Rahmen meiner Rede auf dem Verbandstag dargestellt. Nach der Bestandsaufnahme werden wir die einzelnen Punkte gewichten und eine Prioritätenliste erstellen. Wichtig ist, sich im ersten Schritt auf das Machbare zu konzentrieren!

Wie kam es dazu, dass Sie für das Amt kandidierten?
Ich bin dem Sport in dieser Stadt schon lange und auf vielfältige Weise verbunden. Das bringt im Lauf der Jahre viele Kontakte mit sich. Aus diesen Kontakten bin ich auf das Amt des BRV Präsidenten angesprochen worden. Im Wissen darum, dass Sport in unserem Land nur funktioniert, wenn sich möglichst Viele engagieren, von den Ehrenamtlichen in den Vereinen beginnend über die Landes- und Bundesebene hinweg, habe ich mich der Herausforderung gestellt. Ich wünsche mir, dass ich mit meinen Fähigkeiten einen Beitrag dazu leisten kann, den Sportlern, den Betreuern und allen die Radsport, auf welchem Level auch immer betreiben, einen möglichst guten Rahmen zu bieten.

Prioritäten: Kommunikation, Zusammenarbeit und Vertrauen zurück gewinnen

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen?
Das prägende Thema im Rahmen der Kandidatur war die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit den einzelnen Vereinen. Darüber hinaus gilt es das Vertrauen von Politik, Sponsoren und allen Förderern des Radsports in unserer Stadt auszubauen und teilweise auch zurück zu gewinnen. Eine weitere Herausforderung ist sicherlich die Breite des Radsports mit seinen vielen sehr unterschiedlichen Disziplinen auch im Verband darzustellen und angemessen zu unterstützen.

Was war Ihr schönster Radfahrmoment?
Als unsere jüngste Tochter das erste Mal ohne meine Hand am Rücken und ohne Stützräder ihr Fahrrad bewegen konnte.

Nicht nur Radfahren sondern auch Radsport soll in Berlin eine gute Zukunft haben

Ihre Botschaft an die Mitglieder?
Das wichtigste für uns alle sind die Aktiven. Egal in welcher Disziplin – egal ob Leistungs- oder Breitensportler. Die Vereine schaffen den Raum für die Aktiven, Der Verband schafft den Rahmen in dem sich die Vereine möglichst gut entwickeln können. Nur ein starker Verband schafft seinen Vereinen Mehrwert!
Welche Ziele möchten Sie Ende des Jahres mit dem BRV erreicht haben?
Möglichst eine Aufbruchstimmung und den gemeinsamen Glauben daran, dass nicht nur Radfahren sondern auch Radsport in Berlin eine gute Zukunft haben!


BRV-Vizepräsident

Robert Burkhardt, BRV-Vizepräsident


Zur Person
Name: Robert Burkhardt
Geb: 22.09.1969
Alter: 49 Jahre
Beruf: Kommunikation bei Vattenfall

6 Fragen an Robert Burkhardt

Die Vereine haben uns ihr Vertrauen ausgesprochen. Jetzt geht es an die Arbeit

Der BRV hat viele Baustellen. Warum haben Sie trotzdem kandidiert?
Weil ich Herausforderungen liebe und ich an das Thema glaube. Ich habe in den letzten Jahren bereits viele Berührungspunkte mit dem BRV gehabt, gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Natürlich weiß ich, dass das eine sportliche Aufgabe wird. Aber wenn es leicht wäre, wäre es ja langweilig (lacht). Im Ernst: Es liegt vieles im Argen. Aber das hat uns nicht daran gehindert, zu kandidieren. Nun sind wir ohne Gegenstimme gewählt. Die Vereine haben uns ihr Vertrauen ausgesprochen. Jetzt geht es an die Arbeit.

Wie werden Sie und der Präsident die Arbeit aufteilen?
Zuerst werden wir viel gemeinsam arbeiten, denn nun gilt es die Aufgaben genau zu definieren und zu priorisieren. Wenn wir dies getan haben, wird es natürlich eine Aufgabenteilung geben. Wie diese genau aussieht werden wir sehen, wenn die Dinge auf dem Tisch liegen. Aber generell werde ich eher den sportlichen, Thomas Ehlebracht eher den Management- und wirtschaftlichen Teil übernehmen.

Nun müssen wir sehen, wie wir die Aufgabenpakete gemeinsam aufarbeiten

Sie beide scheinen gut zu harmonieren?
Na das werden wir sehen (lacht). Ja, wir haben uns vom ersten Moment an gut verstanden und ticken in vielen Dingen gleich. Das macht die Zusammenarbeit leichter. Wir ergänzen uns gut. Nun müssen wir sehen, wie wir die Aufgabenpakete gemeinsam aufarbeiten. Aber ich bin da sehr guter Dinge, weil sich unsere Ideen und Vorstellungen decken und wir ein gutes Team haben.

Was war Ihr schönster Radfahrmoment?
Oh, da gab es einige. Aber ich glaube der schönste Moment war, als ich bei der MSR 300 über die Ziellinie gefahren bin. Da hatte ich das Gefühl, etwas Schönes geschafft zu haben.

Let´s make Radfahren in Berlin great again

Wie sieht denn Ihre „Fahrradkarriere“ aus?
Ich bin seit frühester Kindheit auf das Fahrrad geprägt. Mein Vater war in den 50er Jahren ein erfolgreicher Renner und wollte immer, dass ich auch Rennrad fahre. Aber ich wollte lieber Fußball und Tennis spielen. Ich habe das Hobby Rennradfahren dann sehr spät entdeckt. Aber seither bin ich ein typischer Verrückter. Das Virus hat mich gepackt und mein Dad freut sich, dass ich nun auch Rad fahre. Er ist jetzt 80, fährt immer noch 3 Mal die Woche und ab und zu radeln wir auch zusammen.

Ihre Botschaft an die Mitglieder?
Ich habe es schon auf der Jahreshauptversammlung gesagt. Es ist nicht fünf vor 12 es ist schon nach 12. Es wurde in der Vergangenheit eine Menge versäumt und Vertrauen verspielt Dieses Vertrauen müssen wir zurückgewinnen, in dem wir beweisen, dass wir es besser können. Und mit wir meine ich nicht den Vorstand des BRV, sondern wir alle, die wir den Radsport lieben. Wir als Vorstand gehen gerne voran, aber wir werden es nur gemeinsam schaffen. Deswegen: Lasst uns zusammen alles daransetzen, den eingeschlagenen Weg zu gehen. Ein Freund postete bei Facebook: „Let´s make Radfahren in Berlin great again“. Ich musste schmunzeln, aber das wäre doch ein tolles Ziel.




Interview: Ralph Wittmann (BRV-Pressewart)
Fotos: Alain Desbrosses (BRV-Breitensport.de)

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